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Donnerstag, 23. April 2015

Das Versprechen

Silberschühlein

Liebe Elfen & Co.

Eure Botschaft ist angekommen.

Ich verspreche euch, ich bleibe dran!
Noch weiß ich nicht, wie es aussehen wird, aber es gilt jetzt, Schritt für Schritt den Weg zu gehen.

Danke für euer Vertrauen…

Mondesstrahl von Zweig zu Zweig,
Silberfüßchen überm Steig,
Märchenauge tief im Teich,
Elfenreich, Wunderreich.

Schwirrt ein ganz klein Elfchen her,
schwirrt ein zweites, schwirren mehr.
Gläslein, Kelchlein stehen leer,
jetzt ein Tänzchen? Bitte sehr.

Raschelt's wo im nahen Korn,
klingt vom Dorf das Wächterhorn
Husch, husch, husch - davon - verlorn
Nur ein Schühlein hängt im Dorn.

Silberschühlein, klein, so klein
willst du's fassen, zierlich, fein,
ist's ein silber Tröpfelein,
Tröpflein Tau im Mondenschein.
(Gustav Falke)

Montag, 6. Januar 2014

Palast des Himmels

Grenzenlos

Ihr sollt nicht eure Flügel falten,
damit ihr durch Türen kommt,
noch eure Köpfe beugen,
damit sie nicht gegen eine Decke stoßen,
noch Angst haben zu atmen,
damit die Mauern nicht bersten und einstürzen.


Ihr sollt nicht in Gräbern wohnen,
die von den Toten für die Lebenden gemacht sind.
Und obwohl von Pracht und Glanz,
sollte euer Haus weder euer Geheimnis hüten,
noch eure Sehnsucht beherbergen.

Denn was grenzenlos in euch ist,
wohnt im Palast des Himmels,
dessen Tor der Morgennebel ist und dessen
Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.

(Khalil Gibran)

Samstag, 6. Oktober 2012

Herbsttag

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Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd,
fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
Oh stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel)

Donnerstag, 26. Januar 2012

… dann wird es werden wie ein Fest

Glitzernd

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wir es werden wie ein Fest.
Und lass Dir jeden Tag geschehen,
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
(Rainer Maria Rilke)

Montag, 7. November 2011

Jeder hat nur seinen Weg

dein Weg
Gehe
aus der Kraft deines eigenen Wesens
lass dich nicht ablenken
von deinem Weg

jeder hat nur seinen Weg
seine Lebensspur
die ihn über die Erde
führt
leitet

und sie legt sich über die Erde
wie ein goldenes Muster
das euch ruft
wenn ihr wiederkommt
(Segensspruch eines Baumgeistes für die Menschen)

(aus dem Buch “Schule der Elemantarwesen” von Karsten Massei)

Sonntag, 6. November 2011

Der Sommer war sehr gross

Allee
Herr, es ist Zeit.
Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten reif zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage
dräng sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr,
wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben
und wird auf den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
(Rainer Maria Rilke)

Sonntag, 11. September 2011

Die Herbstzeitlosen

Herbstzeitlose

Für uns, denen der Pfosten der Tür verbrannt ist,
an dem die Jahre der Kindheit
Zentimeter für Zentimeter
eingetragen waren,

die wir keinen Baum
in unseren Garten pflanzten,
um den Stuhl
in seinen wachsenden Schatten zu stellen,

die wir am Hügel niedersitzen,
als seien wir zu Hirten bestellt
der Wolkenschafe, die auf der blauen Weide
über den Ulmen dahinziehn.

Für uns,
die stets unterwegs sind
- lebenslängliche Reise, wie zwischen Planeten -
nach einem neuen Beginn.

Für uns
stehen die Herbstzeitlosen auf
in den braunen Wiesen des Sommers,
und der Wald füllt sich
mit Brombeeren und Hagebutten –


Damit wir in den Spiegel sehen
und es lernen
unser Gesicht zu lesen,
in dem die Ankunft
sich langsam entblößt.

(Hilde Domin)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Der Sommerfaden

Haus im GrünenDa fliegt, als wir im Felde gehen,
ein Sommerfaden über Land,
ein leicht und licht Gespinst der Feen,
und knüpft von mir zu ihr ein Band.

Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen,
ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht. 
o Hoffnungen der Hoffnungsreichen,
aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht!
(Ludwig Uhland)

Freitag, 13. Mai 2011

Der Weißdorn blüht

Blühender Weissdorn 
Der Himmel trägt heut blaue Seide,
und golden strahlt
der Sonne Licht darein.
Silbern der Bach,
die Wellen funkeln Blitze,
und ihm entgegen
streckt der Weißdorn seine Zweige.
Kaskaden von Duft,
Honig aus tausend Blüten,
trunkene Bienen taumeln,
summen, tanzen,
künden den Schwestern,
der Frühling ist da.
(Gertrud Everding)

Samstag, 16. April 2011

Im Zentrum meines Seins

Spirale

Im wandeln der Spirale
begeb ich mich nach innen
mit allen meinen Sinnen
ins Zentrum meines Seins

Im wandeln der Spirale
verlasse ich das Alte
ergebe mich in neue,
mir unbekannte Kraft

Im wandeln der Spirale
vergebe ich mir selber
verzeihe meine Schwäche
nehm mich aufs Neue an

Im wandeln der Spirale
begeb ich mich nach innen
zum Ursprung aller Dinge
in Mutter Erdes Schoß

Im wandeln der Spirale
da steh ich nun im Zentrum
im Bauche meiner Mutter
und lasse alles los

Im wandeln der Spirale
begeb ich mich nach außen
Geleert von allem Schweren
geh ich nun leicht voran

Im wandeln der Spirale
eröffne ich mein Herz
erwarte all das Neue
dass mir das Leben bringt

Im wandeln der Spirale
geh ich nun meine Schritte
Tief drin in meinem Bauche
vertraue ich nun auf mich

Im wandeln der Spirale
dank ich der großen Göttin
Für Liebe, Kraft und Frieden
Für die Schönheit meines Seins
(Sabrina Dengel)

Mittwoch, 30. März 2011

Vergesset nicht…

Sunrise 
vergesset nicht
freunde
wir reisen gemeinsam


besteigen berge
pflücken himbeeren
lassen uns tragen
von den vier winden

vergesset nicht
es ist unsre
gemeinsame welt
die ungeteilte
ach die geteilte


die uns aufblühen läßt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte erde
auf der wir
gemeinsam reisen
(rose ausländer)

Donnerstag, 24. März 2011

WunderVoll

 Tulpe
hopping out of bed and thinking about the one thing
that will make the morning sun a little brighter
that will make the birds sing a little more enthusiastically
that will make the crisp air a little crisper
and that will make my day
before the day even really starts
(Starbucks / Las Vegas)

Samstag, 12. März 2011

Feuergeister

Rumpelstilzchen
Bei des Feuers mattem Flimmern,
Geister, Elfen stellt euch ein!
Tanzet in den bunten Zimmern
manchen leichten Ringelreihn!
Singt nach meiner Lieder Weise!
Singet! hüpfet! lose! leise!
Wirbelt mir mit zarter Kunst
eine Not’ auf jedes Wort:
Hand in Hand, mit Feengunst,
singt und segnet diesen Ort!
Nun, bis Tages Wiederkehr,
Elfen, schwärmt im Haus umher!
(William Shakespeare)

Feuerelfen

Feuergnomen

Feuergeister

Montag, 14. Februar 2011

Was ist Liebe?

Schwemmholz-Herz

Liebe ist kein Luxusartikel für gutartige Menschen.
Liebe ist kein Schwimmen in schönen Gefühlen.
Liebe ist keine Befriedigung von Begierden.
Liebe ist nicht zu verwechseln mit Sentimentalität.
Liebe ist kein Almosen, vom Überfluss abgegeben.

Was ist Liebe?

Wenn du ein Herz für andere hast;
wenn dir das Leid anderer weh tut;
wenn du die Not anderer bekämpfst;
wenn du Menschen liebst, so wie sie sind;
wenn du mehr gibst, als du besitzt;
wenn du dich selbst gibst.

Liebe ist so ein kleines Wort und sagt doch alles.
Liebe ist das Schlüsselwort.
(Phil Bosmans)

Freitag, 31. Dezember 2010

Diese Nacht ist ein Fluss

Die Nacht ist ein Fluss 
Diese Nacht ist ein Fluss.
Mein Bett ist ein Kahn.
Vom alten Jahr stosse ich ab.
Am neuen lege ich an.
Morgen spring ich an Land.
Dies Land, was ist’s für ein Ort?
Es ist keiner, der’s weiss.
Keiner war vor mir dort.
(Josef Guggenmoos)

Samstag, 25. Dezember 2010

LichtVolle WeihNacht

Ast mit Schnee 
Leise tritt es über deine Schwelle das Licht,
blüht die Farben einer neuen Zeit auf die Wände,
verwandelt den Staub deiner Tage zu Gold
mit seinem leichten Schritt
und legt um deine Ängste, deine Zweifel
warm seinen Mantel: Fürchte dich nicht!
(Isabella Schneider)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Der Sommer war sehr gross

Lindenbaum

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.


Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
(Rainer Maria Rilke)

Sonntag, 12. September 2010

Danke – von Herzen

I schänke dier mis Härz

Danke - dass du mir zuhörst,
ohne über mich zu urteilen.

Danke - dass du deine Meinung sagst,
ohne mir Ratschläge zu erteilen.

Danke - dass du mir vertraust,
ohne etwas zu erwarten.

Danke - dass du mir hilfst,
ohne für mich zu entscheiden.

Danke - dass du für mich sorgst,
ohne mich zu erdrücken.

Danke - dass du mich siehst,
ohne dich in mir zu sehen.

Danke - dass du mich umarmst,
ohne mir den Atem zu rauben.

Danke - dass du mir Mut machst,
ohne mich zu bedrängen.

Danke - dass du mich hältst,
ohne mich festzuhalten.

Danke - dass du mich beschützt,
aufrichtig.

Danke - dass du dich näherst,
doch nicht als Eindringling.

Danke - dass du all das kennst,
was dir an mir missfällt…

…dass du es akzeptierst
ohne zu versuchen, es zu verändern.

Ich möchte, dass du weisst -
dass du heute auf mich zählen kannst…

Bedingungslos.

(Quiero - Jorge Bucay)
(leicht abgeändert)

Montag, 28. Juni 2010

ErdenLicht - ZwergenLicht

ErdenLicht 
Entzündet ein Licht!
Die Lampen sind klein,
das Dunkel ist dicht,
noch können wir nicht
leuchtend und gross
wie Engel sein.

Entzündet ein Licht,
ein bescheidenes bloss…
Als helle Spur
im Erdenschoss.

Ein Lichtlein nur,
und doch bereiten
wir schon das Licht,
das einst nach finsteren Zeiten
wie Sonne aus der Erde bricht.
(Ursula Burkhard)

Sonntag, 18. April 2010

ZauberBuch

Open Heart Ich sehe dich, Rose, halbgeöffnetes Buch
es enthält Seiten genug,
das Glück zu beschreiben,
und niemand wird sie entziffern.
Zauber-Buch öffnet sich dem Wind und dem,
der es versucht mit geschlossenen Augen zu lesen…
Und Schmetterlingen, die verwirrt entgleiten,
weil sie schon Gedanken mit ihm teilten.
(Rainer Maria Rilke)

Tautropfen

Versteckt

Farbenfroh

Mittendrin

White Rose