Sonntag, 28. November 2010

Zum 1. Advent

Kerze

Und die Kerze dachte bei sich: “Mein Licht wird nicht weniger, wenn ich es verschenke. Ich zünde damit viele Feuer an, jene im Herzen der Menschen. Auch wenn meine Flamme noch so unscheinbar ist, kann sie doch die Dunkelheit erhellen, dort, wo es nötig ist. Ich schenke Freude und Besinnung, Momente des Eintauchens in die Ewigkeit, wenn der Mensch ganz tief in mein Feuer blickt. Mein Leuchten spiegelt sich in seinen Augen wider, so verdoppelt es sich und wird mehr und mehr. Mit diesem Strahlen in den Augen kann der Mensch das Licht weiterreichen und es brennt und verbreitet sich, auch wenn ich schon längst nicht mehr bin. Dies ist mein Weg und mein Ziel, meine Gabe und Bestimmung und dafür lohnt es sich zu brennen.” Mit einem letzten Flackern bäumte sich das Flämmchen noch einmal auf, bevor der Rauch die Seele der Kerze in die stille Nacht hinauf trug.

Dienstag, 23. November 2010

WegWeisend

TreppeDer Weg zu allem Grossen geht durch die Stille
(Friedrich Nietzsche)

Freitag, 5. November 2010

Kunterbunt

Kunterbunt

 

 

 

 

 

 

 


Der Herbst ist ein zweiter Frühling,
wo jedes Blatt zur Blüte wird .
(Albert Calmus)

Freitag, 29. Oktober 2010

Goldener Herbsttag

Harder in der MorgensonneHeute war ich gleich zwei Mal draussen unterwegs. Frühmorgens bin ich in den erwachenden Tag gelaufen. Anfangs lag der Wald noch im Schatten und auf den Gräsern am Wegrand waren Eiskristalle zu sehen. Nur ganz oben auf dem Berg strahlten die herbstbunten Bäume schon in den neuen Morgen. Später dann erste scheue Sonnenstrahlen, welche durch die leuchtendgelben Blätter einer kleinen Buche lugten. Bald darauf gab es kein Halten mehr, die Sonne stieg höher und höher und tauchte alles in ihren wunderbaren Glanz. Die Wärme ist sofort spürbar, doch im Schatten bleibt es kühl. Es ist Herbst und das ist nicht zu übersehen. Auch die Gerüche sind nun anders, es riecht nach feuchter Erde, nach Pilzen und zerstampften Kastanien. Sogar das Wasser vom Bach riecht anders in dieser kühlen, klaren Luft und zusammen mit einem leichten Wind sorgt es für einen herrlich freien Kopf. Im eigenen Rhythmus Frisches und Neues einatmen und Altes, Verbrauchtes ausatmen, das tut gut…

Im Fluss 
Am Nachmittag bin ich wieder unterwegs, es zieht mich wie das Wasser hinunter zum See, wo ich die wohltuende Stille geniesse und meinen Blick in die Ferne schweifen lasse. Farbenfrohe Bäume und Sträucher, weissverschneite Bergspitzen und  das intensive Blau von Himmel und Wasser erfreuen meine Augen und lassen mich die Zeit vergessen. Ich nehme diese goldene Welt in mich auf und atme sie tief in mein Herz. Dort werde ich diesen wärmenden, sonnendurchfluteten Schatz den ganzen Winter über hüten und bei Bedarf immer und immer wieder ein klein wenig davon kosten. Ich möchte alle dazu ermuntern, dasselbe zu tun, es kostet nichts und ist doch sooo wertvoll…

ColorfulWas für Farben!

 

Am Waldrand  
Kunterbunter Waldesrand

 

Licht und Schatten
Fruchtstand eines Sommerflieders und sein Schatten

 

Wilde Clematis 
Daraus strickt die Zwergin eine warme Mütze

 

Wuschel
Wuscheliges Gras

 

Gras 
Himmelwärts

 

Rückenansicht
Eine kleine leuchtende Schönheit…

 

Gelbe Blume 
…freut sich am herrlichen Tag

 

Habebutten
Wir sind schon verblüht und schöner denn je

 

Disteln 
“Harte Schale, weicher Kern”

 

Buchenlaub
Farben machen froh

 

Rotes Blatt
Mich sieht man schon von weitem!

 

Zwillinge 
Was für ein Baum!

 

Birke 
Hörst Du meine Blätter rauschen?

 

Leuchtend 
Welch’ Leuchtkraft

 

Baumgruppe
Langsam neigt sich der Tag zu Ende

 

Niesen
Feinster Dunst steigt auf

 

Eiger, Mönch & Jungfrau
Mit einem letzten Strahlen verabschieden sich auch Eiger, Mönch & Jungfrau

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Der Sommer war sehr gross

Lindenbaum

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.


Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
(Rainer Maria Rilke)

Samstag, 16. Oktober 2010

All-Liebe

Farn


 

 

 

 

 


 

Es gibt nichts Anziehenderes als einen Menschen,
der liebt – und dem man anmerkt, dass er nicht nur irgendwas oder irgendwen, sondern das Leben liebt.
(Erich Fromm)

Samstag, 2. Oktober 2010

Weiser Alter Mann

Alter Weg

Die alten Wege tot? Darüber lachte Alter Mann. Vielleicht, sagte er, ist es einfach so, dass jene, die sich zu sehr daran gewöhnen, Landkarten zu benutzen, die wirklichen Wege unter ihren Füssen nicht mehr sehen.
(Joseph Bruchac)

Samstag, 25. September 2010

Herbst-lich Willkommen

Fliegenpilz

Nun ist er da der Herbst! Seit gestern regnet es fast ununterbrochen und ist merklich kühler geworden. Der Blick zu den Bergen zeigt – wenn sich der Nebel ab und zu mal hebt – Schnee! Da ist es hier auf dem Sofa, eingehüllt in eine wärmende Decke, für die ein paar irische Schafe ihre Wolle gelassen haben, erst recht gemütlich. Das Knistern der Holzscheite im offenen Kamin trägt zur behaglichen Stimmung bei und die anstehenden Arbeiten im Haushalt haben sich bereit erklärt, zu warten :-)

Den letzten Tag vor diesem nasskalten Herbstbeginn bin ich wandernd angegangen. Mit den ersten Sonnenstrahlen bin ich losmarschiert und kurz bevor sie sich am Abend verabschiedet haben, wieder heimgekehrt. Dazwischen lag ein langer Weg bergauf, der mich einiges an Schweiss und Mühe gekostet hat. Doch ich wurde mehrfach entschädigt mit den wunderbar warmen Farbtönen des frühen Herbstes, mit eindrücklichen Aussichten auf die umliegenden Berge, mit allerlei zauberhaftem links und rechts des Weges und einer wilden, menschenleeren Gegend, in der Ehrfurcht und Staunen gross und grösser wurden!

Hagebutte “Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm”

 

Preiselbeere
Glänzendrote Preiselbeere

 

Farbenfroh
Farbenfrohe Begegnung

 

Blaue Blume  Weiss diese Blume vom nahenden Herbst?

 

Farn und sein Schatten 
Schattenspiel – wer errät die Pflanze?

 

Farn 
Die bunten Farnblätter säumen meinen Weg

 

Weg 
Schritt für Schritt…

 

Grotzli 
…durch die urwüchsige Landschaft

 

Felsengesichter 
Felsengesichter

 

Landschaft Ein Greis und seine Familie

 

Silberdistel 
Frau Hummel und Frau Silberdistel

 

Bächlein 
Ein munterer Bach in wildromantischer Umgebung

 

Tanzboden
Ob da zum Vollmond Elfen tanzen?

 

Wegweiser
“Man” könnte noch weiter wandern…

 

Tannhorn
Grandioses Spiel aus Farben, Licht und Schatten

 

Jungfrau Und hier Ihre Majestät – die Jungfrau

Montag, 20. September 2010

FarbenFroh

Regenbogenfarben
In allen Regenbogenfarben fallen die Strahlen der untergehenden Sonne sanft auf Wald und Wiese.
Die bunten Farben spiegeln sich in den Blümchen, welche meinen Weg säumen.
Winzig-fröhliche Farbtupfer, welche bald verblüht sein werden. Dann ziehen sie sich in Mutter Erdes Schoss zurück und ruhen sich aus, bis zum nächsten Frühling. Alles hat seine Zeit.

Aufblühen - Blühen - Verblühen - Rückzug

Doch noch zeigen sie sich in ihren leuchtenden Farben. Schaut und geniesst, wie schön sie sind…

 

Hahnenfuss Sonne tanken tut sooo gut!

 

Gelbe Strahleblume  Der Sonne Ebenbild

 

Johanniskraut 
Inneres Licht – Äusseres Leuchten

 

Wegwarte   Wegweisende Wegwarte

 

Klee 
In mir spiegelt sich der Himmel

 

Wallwurz
Elfenkleid so zart und fein

 

Lila Lila 
Lilafarbene Schönheit

 

Distel 
Stachelig-Weiche Blütenkunst

 

Storchenschnabel
Im Schatten der Bäume fühl’ ich mich wohl

 

Brombeerblüten 
Brombeer-Prinzessins letzter Tanz

 

Spitzwegerich 
Die wohltuende Wärme geniessen…

 

Kerbel 
…sie gibt Kraft um noch rechtzeitig aufzublühen!