Wer Zeit zur Stille findet,
stärkt seine Fähigkeit,
seine Ruhe nicht zu verlieren .
(Ernst Ferstl)
Mittwoch, 21. Juli 2010
Sonntag, 18. Juli 2010
Donnerstag, 15. Juli 2010
Mittwoch, 7. Juli 2010
Kleine Freuden – grosses Glück
Ein stiller, spiegelglatter Bergsee, der in grüne Hügel und Felsen eingebettet daliegt, welche auf der einen Seite mehrere hundert Meter senkrecht in den Himmel ragen. Es ist sehr beeindruckend…
“Juhuuu” ruft ein Kind - “Juhuuu – uu - uu” gibt das Echo zurück. Gleich zwei, drei mal, glasklar, das macht Spass und wird von der Schulklasse, die hier Pause macht, eifrig ausprobiert. Ich suche mir einen schönen Platz und finde ihn, ein grosser Stein, direkt vor einer Tanne, an die ich mich gut anlehnen kann. Angekommen... Ich höre Kuhglocken (deren neugierige Trägerinnen mir später noch einen Besuch abstatten werden), ein Kuckuck ruft, Kinderlachen, der Wind in den Bäumen… Es ist ruhig geworden. Die Klasse ist weitergewandert, es sind nur noch einzelne Menschen dort drüben, ich bin auf meiner Seite ganz alleine und geniesse dies sehr. Bei der Wanderung an diesen Ort war es mir nur recht, dass die Sonne sich hinter Wolken versteckt hielt, nun aber – es ist etwas kühl hier oben - wünsche ich sie mir zurück. Still sitze ich da und halte die Augen geschlossen. Als ich sie wieder öffne, zeigt sich mir ein märchenhaftes Bild: die Bäume am anderen Seeufer scheinen aus sich heraus zu strahlen und durch die Spiegelung im See wird dieses Leuchten noch verstärkt. Ein Willkommensgruss der besonderen Art! Es dauert nur einen kurzen Moment, alsbald ist der Zauber vorbei, doch er klingt noch immer nach. Ich weile einige Stunden hier. Während ich ganz versunken in meinem Buch lese, höre ich mit einem Mal etwas, womit ich nicht unbedingt gerechnet hätte. Da hat sich doch tatsächlich ein Mann die Mühe gemacht und sein Alphorn hier hinauf getragen! Nun steht er direkt am See und bläst in sein Instrument. Die “urchigen” Töne werden über das Wasser getragen, steigen den steilen Wänden empor und hallen von da aus wieder zurück zu uns. Es ist unglaublich, wunderschön, sehr berührend. Die Kulisse könnte nicht stimmiger sein und ich freue mich, ausgerechnet heute hier zu sein und dieser Musik lauschen zu können. Noch einige Male bläst der Mann an diesem inzwischen strahlendsonnigen Nachmittag in sein Horn. Und Mal für Mal ist es grösster Genuss! Die Musik für das Ohr - die Landschaft für das Auge – alles zusammen für das Herz, Seelenbalsam vom allerfeinsten, die Zeit steht still, nichts ist mehr wichtig. Ein Zitat von Theodor Fontane fällt mir ein: “Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das grosse Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.” Doch ich frage mich: sind es nicht genau solche kleine Freuden, die das grosse Glück schon sind?
An dieser Tanne führt kein Weg vorbei
Der Weg durch die urwüchsige Landschaft
Das Hinterburgseeli - ein wohl behüteter Bergsee
Montag, 28. Juni 2010
ErdenLicht - ZwergenLicht
Entzündet ein Licht!
Die Lampen sind klein,
das Dunkel ist dicht,
noch können wir nicht
leuchtend und gross
wie Engel sein.
Entzündet ein Licht,
ein bescheidenes bloss…
Als helle Spur
im Erdenschoss.
Ein Lichtlein nur,
und doch bereiten
wir schon das Licht,
das einst nach finsteren Zeiten
wie Sonne aus der Erde bricht.
(Ursula Burkhard)
Donnerstag, 17. Juni 2010
Die heiligen Schriften der Natur
Die Anweisungen des Schöpfers
sind niedergeschrieben
in unseren Herzen und Gedanken,
in den heiligen Schriften der Natur,
die jeder für sich selbst lesen kann.
Tagtäglich in den kleinen Geschöpfen,
in den Gräsern und Bäumen,
in den wachsenden Dingen,
im Wind, Donner und Regen,
in den Meeren, Seen, Flüssen,
in Gebirgen, Felsen und Sand,
in der gegenwärtigen Kraft der Sonne,
dem Zauber von Grossmutter Mond,
in den Geheimnissen der Sterne.
All diese spirituellen Dinge sind unsere Lehrer.
Auch wir haben spirituelle Wesen in uns.
Sie können uns die Weisheit unserer Herzen lehren.
Der Schöpfer hat uns das Wissen
von Schönheit und Liebe, Freude und Frieden
in unsere Herzen gegeben.
Mit diesem Schatz in uns können wir uns
den Wesen aller Dinge öffnen,
damit sie uns lehren
und uns auf den wahren Pfad des Lebens führen.
(Quelle unbekannt / entdeckt im Buch “Feen, Elfen, Gnome” von Jeanne Ruland)
Mittwoch, 16. Juni 2010
Wilde Rosen
An die frische Luft, trotz trübem und kühlem Wetter. Im Naturschutzgebiet erblicke ich unzählige Wildrosen, ganze Büsche davon säumen den Weg. Der starke Wind, welcher ungebremst über den See bläst, zerrt und zupft an ihnen und es ist erstaunlich, dass er ihnen kaum etwas anhaben kann. Einige der herzförmigen Blütenblätter liegen zwar auf dem Boden, doch die meisten Blüten trotzen dem Sturm. Bei schönem Wetter gut aussehen ist einfach! Welch eine Kunst, gut auszuschauen, auch wenn die Umstände nicht die besten sind…
Freitag, 11. Juni 2010
Inspiration in zartester Farbe
Wunderschöne Pfingstrose, welche ich im Garten meiner Schwester mir pflücken durfte. Anfangs ganz geschlossen, öffnet sie sich jeden Tag ein Stückchen weiter und offenbart mehr und mehr von ihrem Inneren. Wie schön, diesem Auf-Blühen so nahe zu sein. Ist es nicht ein Wunder, was solch ein Blumenwesen hervorbringt? Ohne scheu zeigt sie sich, in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit. Und doch so schlicht und unaufdringlich. Inspirierend irgendwie…
Sonntag, 6. Juni 2010
Und wonach sehnst du dich?
Um das Herz und den Verstand
eines Menschen zu verstehen,
schaue nicht darauf, was er erreicht hat,
sondern wonach er sich sehnt.
(Khalil Gibran)
Dienstag, 1. Juni 2010
Die Weisheit der Bäume
Stehe aufrecht in der Hitze des Tages
Stehe aufrecht in der Kälte der Nacht
Stehe aufrecht im Boden, der kein Wasser trägt
Stehe aufrecht auf klirrendem Felsen
Stehe aufrecht im einsamen Moor
Stehe aufrecht in den vier Winden,
die deine Samen tragen,
und gehe wohin die Erde dich ruft.
(Gedanken zur Kiefer - aus dem Buch “ Geist der Bäume” von Fred Hageneder)
Kraftvolles Stehen im Hier und Jetzt
Alter weiser Mann, magst du mir was erzählen?
Ein Baum mit vielen Gesichtern